Der, den wir gepackt haben

Ein weltweit führender Hersteller für Heim- und Handwerkerbedarf sowie Teilelieferant für die Automobilindustrie. Das Großkundennetz muss dabei innerhalb von 24 bzw. 48 Stunden mittels eigenem Logistikzentrum in Deutschland versorgt werden. 

Wie alles begann

Am Tag werden ca. 8.000 Pakete versendet. Diese werden an 35 Packplätzen händisch verpackt. Dabei werden 600 t Schrenzpapier als Füllmaterial eingesetzt, dies entspricht 1.200 Paletten à 500 kg. Die Packplatzversorgung wird über Mitarbeiter aus der Verpackung sicher gestellt. Trotz einer besonders guten Intralogistik mit automatischem Hochregal, Paketförderstrecken sowie einer Kartonverschlussanlage ist Verpacken der "Versand-Flaschenhals". Daneben stört den Kunden die hohe Reklamationsquote. 

Die Idee, die den Unterschied machte

Alle Packplätze werden nun automatisch mit Luftkissen als Füllmaterial über eine sensorgesteuerte Kanalförderanlage versorgt. Die Kanäle werden mit Füllmaterial aus insgesamt 3 Maschineninseln bedient, auf die spezielle Versorgungsmitarbeiter Packmittel anliefern. Die Mitarbeiter an den Packplätzen bleiben deshalb ausschließlich am Packplatz, womit die Effizienz um 8 % anstieg. Durch den Einsatz von vor Ort befüllten Luftkissen konnte der Palettendurchsatz der Materialbereitstellung von 1.200 auf 300 Paletten gesenkt werden. Außerdem wurde die Reklamationsquote auf unter 0,1 % gesenkt, da die Luftkissen im Vergleich zum Knüllpapier auch unter Belastung ein beständiges Volumen bieten. Dadurch ist eine permanente Kostenkontrolle gewährleistet. 

 

 Automatische Luftkissenzufuehrung: mehrere Luftkissenmaschinen produzieren Luftkissen   Automatische Luftkissenzufuehrung: Versorgung eines Packplatzes mit Luftkissen   Automatische Luftkissenzufuehrung: Paket gefüllt mit Luftkissen

Die Vorteile
  • Senkung der Intralogistikkosten um 75 %
  • Steigerung des Verpackungsdurchsatzes um 8 %
  • Geringere Reklamationsquote
  • Einfacheres und schnelleres Verpacken für die Mitarbeiter
  • Bessere Arbeitsergonomie am Packplatz
  • Verpackungsmüllreduzierung um 4/5
  • Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch 75 % weniger Anlieferungen